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1860
Alfons Mucha wird in Südmähren als Sohn des Gerichtsdieners
Ondrej Mucha geboren.
1878
Mucha bewirbt sich an der Prager Akademie der bildenden Künste. Seine
Bewerbung wird mit dem Vermerk abgewiesen: "Suchen Sie sich einen
anderen Beruf, in dem Sie nützlicher sein werden."
1879
Mucha zieht nach Wien, wo er als Kulissenmaler arbeitet.
1881
Mucha verlässt Wien. Er begibt sich nach Mikulov, wo er seinen Lebensunterhalt
mit Porträtmalerei verdient. Er trifft den Grafen Khuen Belassi,
der ihm den Auftrag erteilt, sein Schloss Emmahof auszuschmücken.
1885
Beginn des Studiums an der Akademie der bildenden Künste in München
dank der Unterstützung durch den Bruder des Grafen Khuen.
1887
Mucha zieht nach Paris, um an der Académie Julian, später
an der Académie Colarossi, zu studieren.
1890
Mucha beginnt mit Illustrationen für die Theaterzeitschrift Le
Costume au théatre, in der auch seine erste Zeichnung von Sarah
Bernhardt als Kleopatra erscheint.
1891
Mucha trifft Paul Gauguin.
1893
Gauguin kehrt von Tahiti zurück und zieht in Muchas Atelier ein.
1894
Entwürfe für sein erstes Plakat für Sarah Bernhardt in
Gismonda, einem Stück von Victorien Sardou.
1895
Das Gismonda-Plakat erscheint in Paris. Mucha unterzeichnet einen Fünfjahresvertrag
mit Sarah Bernhardt über Bühnen- und Kostümentwürfe
und Plakate. Die Firma Champenois beginnt mit der Veröffentlichung
von Muchas Plakaten (1897 Exklusivvertrag).
1897
Einzelausstellungen in Paris in der Galérie La Bodinière
und im Salon des Cent sowie in der Prager Topic-Galerie.
1898
Mucha nimmt an der ersten Ausstellung der Wiener Secession teil. Muchas
Plakate und Panneaux werden in Mähren und Budapest ausgestellt.
1899
Mucha kommt in Kontakt mit dem theosophischen Zirkel von De Rochas und
Flammarion. Von der österreichisch-ungarischen Regierung wird er
beauftragt, für die Pariser Weltausstellung 1900 Dekorationen für
den Pavillon von Bosnien und Herzegowina, Entwürfe für das Ausstellungsplakat,
den Katalogeinband und die Speisekarte für das Ausstellungs-bankett
zu liefern.
1900
Mucha wird zum Ritter des Franz-Josef-1.-Ordens ernannt. Beginn des Entwurfs
für Georges Fouquets Juwelierladen.
1901
Wird für seinen Beitrag zur Pariser Weltausstellung 1900 zum Ritter
der Ehrenlegion ernannt.
1902
Mucha begleitet Rodin während dessen Prager Ausstellung nach Prag
und Mähren. Erscheinen der Documents décoratifs.
1903
Mucha begegnet Marie (Maruška) Chytilová, einer tschechischen Kunststudentin
und seiner späteren Frau; Maruška studiert an der Académie
Calarossi und bei Mucha.
1904 April - Mai:
Muchas erste Reise nach Amerika; er besucht New York, Philadelphia, Boston
und Chicago und malt nach Einführung durch die Baroness Rothschild
Gesellschaftsporträts; trifft Charles Crane, der zu seinem Gönner
für das Projekt des Slawischen Epos werden wird.
1906
Reisen zu Einzelausstellungen in New York, Philadelphia, Chicago und Boston.
Heirat mit Maruška Chytilová in Prag. Reist in Begleitung von Maruška
nach Amerika.
1908
Auftrag zur Dekoration des neuen German Theatre in New York.
1909
In New York wird Muchas Tochter Jaroslava geboren. Charles Crane übernimmt
die Finanzierung von Muchas Slawischem Epos.
1910
Rückkehr nach Prag. Bis 1911 Ausführung von Wandgemälden
für den Obecní dum, das Prager Repräsentationshaus.
1912
Die ersten drei Gemälde des Slawischen Epos werden fertiggestellt
und am 6. Dezember der Stadt Prag übergeben.
1913
Reisen durch Polen und Russland zwecks Materialsammlung für das Slawische
Epos.
1915
Geburt von Muchas Sohn Jirí.
1918
Gründung der unabhängigen Tschechoslowakei. Mucha entwirft Briefmarken
und Banknoten.
1919
Die ersten elf Gemälde des Slawischen Epos werden im Klementinum
in Prag ausgestellt und dann zu Ausstellungen nach Amerika geschickt.
1921
Erfolgreiche Ausstellung von Muchas Werken im Brooklyn Museum in New York.
1928
Der komplette Zyklus des Slawischen Epos wird offiziell dem tschechischen
Volk und der Stadt Prag durch Mucha und Charles Crane übergeben und
im Messepalast ausgestellt.
1931
Auftrag für ein von der Slavia-Bank finanziertes Glasfenster für
den Veitsdom in Prag.
1934
Die französische Regierung ernennt Mucha zum Offizier der Ehrenlegion.
1936
Ausstellung mit Werken von Mucha und seinem Landsmann Kupka im Pariser
Museum Jeu de Paume. Mucha stellt 139 Arbeiten aus.
1939
Mucha gehört zu den Ersten, die bei der Invasion durch die Deutschen
in die Tschecho-slowakei von der Gestapo inhaftiert werden. Er wird verhört
und darf wieder nach Hause zurückkehren, doch diese Anspannung zerrüttet
seine Gesundheit.
14 Juli: Mucha stirbt
in Prag und wird auf dem Vyšehrad-Friedhof beigesetzt.
(Quelle: Katalog,
S. 155 ff)
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