Landeshauptstadt München

 

Museum Villa Stuck

Schönheit der Formen
Textilien des Münchner Jugendstils

04. März - 31. Mai 2004

MÜNCHEN! Stadt des Jugendstils

    Richard Riemerschmid Stoffmuster, um 1908 Münchner Stadtmuseum Foto: Patricia Fliegauf, Julia Köbel © VG Bild-Kunst, Bonn 2004

1896 zog im Münchner "Kunstsalon Littauer" eine Ausstellung mit 35 Stickereien, die von Hermann Obrist entworfen und von Berthe Ruchet in meisterhafter Sticktechnik ausgeführt waren, die Kunstwelt in ihren Bann. Durch diese Ausstellung, die auch in der "Arts and Crafts Exhibition Gallery" in London und weltweit große Resonanz erfuhr, errang die Stickerei als Kunstform um die Jahrhundertwende ganz neue Bedeutung. Gleichzeitig wurden funktionale Aspekte, wie Hygiene und der praktische Wert eines Textils, im Zuge der Lebensreformbewegung hervorgehoben. In Zeitschriften wie Deutsche Kunst und Dekoration und Dekorative Kunst nahm die künstlerische Stickerei einen angemessenen Platz ein. Die Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit, unbekannte oder seit vielen Jahren nicht mehr gezeigte Textilien des Münchner Jugendstils zu sehen. Sie umfasst wegweisende Stickereien von Hermann Obrist, Margarethe von Brauchitsch, Fritz Schmoll von Eisenwerth und Herthe von Wersin, Web- und Druckstoffe von Richard Riemerschmid und Arbeiten anonymer Künstler. Alle Werke stammen aus der herausragenden Jugendstil-Textil-Sammlung des Münchner Stadtmuseums. Zu dieser Ausstellung erscheint ein vom Museum Villa Stuck und dem Münchner Stadtmuseum gemeinsam publiziertes Begleitheft.