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Die Ausstellung
ist der Zeitschrift gewidmet, die dem "Jugendstil" seit 1896 seinen
Namen gibt. "Jugend", das Wort war Programm. 1896 erschien erstmals
eine Zeitschrift in München, die mit ihrem radikal neuen Erscheinungsbild
Erstaunen erregte: Von Woche zu Woche wechselte das Titelblatt, Seite
für Seite brachte bunte und lebensvolle Formen der Graphik, poetische,
belletristische, literarische und sogar musikalische Beiträge. Die vom
Verleger Georg Hirth gegründete Zeitschrift propagierte nicht einen
neuen einheitlichen Stil, sondern präsentierte verschiedenste Experimente
und Vorschläge für neue Gestaltungsweisen des 20. Jahrhunderts. Nahezu
alle Künstler des Münchner Jugendstils begannen hier ihre Laufbahn,
fanden hier erstmals eine Öffentlichkeit. Aus dem Fundus der herausragenden
Jugendstil-Rara-Sammlung, Schenkung Amélie Ziersch, werden Hunderte
von Titelblättern der "Jugend" nach Künstler-Entwürfen gezeigt, die
die Breite und Intensität der gemeinsam geführten Stildiskussion zeigen.
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