Landeshauptstadt München

 

Museum Villa Stuck

FINISSAGE:
SHANGHAI MODERN

VERANSTALTUNGEN ZUR AUSSTELLUNG
SHANGHAI MODERN IM MUSEUM VILLA STUCK

10. - 16. Januar 2005

    Shanghai's Largest Department Store Daxin Baihuo/Shanghai's größtes Warenhaus Daxin Baihuo
  ZUR AUSSTELLUNG I VERANSTALTUNGEN I KÜNSTLER I
LEIHGEBER I KURATOREN UND MITARBEITER I KATALOG
Montag, 10. Januar 05
19.00 Uhr

musica viva/Bayerischer Rundfunk - Chinesische Musik traditionell und von heute - Ensemble Dragon

Die renommierte Konzertreihe für zeitgenössische Musik musica viva präsentiert 2 Uraufführungen im Museum Villa Stuck. Die fünf Interpreten des Ensemble “Der Drache” bieten an diesem Abend exklusiv eine faszinierende Konfrontation traditioneller chinesischer Klänge mit neuesten Kompositionen aus dem Reich der Mitte: erstm als aufgeführten Werken junger, zeitgenössischer chinesischer Komponisten wie Tung Chaoming und Qin Wencheng wird 2000-jährige chinesische Musik gegenübergestellt.

CHINESISCHE MUSIK TRADITIONELL

  • Yan Haideng „Jing Diao“ (Jing Melodie) für Sheng, Zheng und Yangqin
  • Anonym (ca. 2000 Jahre alt) „Chun Jiang Hua Yue Ye“ (Frühlingsnacht, Mondenschein, Blumen am Fluss) für Zheng, Sheng, Pipa und Yangqin
  • Sichuan Musik „Long Chuan“ (Drachenbote) für Yangqin solo
  • Anonym (ca. 2000 J. alt) „Shi Mian Mai Fu“ (Hinterhalt) für Pipa solo
  • Guangdong Musik „Chu shui Lian“ (Lotus) für Zheng solo
  • Liu Tianhua „Liang Xiao“ (Abendstimmung) für Erhu, Zheng u. Yangqin
  • Mou Shan Ping „Gua Hongdeng“ (Rote Laternen) für Sheng, Zheng, Pipa und Yangqin

CHINESISCHE MUSIK VON HEUTE

  • Tung Chaoming „Sehnsucht nach der Sehnsucht“
  • für Zheng, Sheng, Pipa, Yangqin und Percussion, Uraufführung
  • Tan Dun „C-A-G-E“ für Zheng, Sheng, Pipa und Yangqin
  • Qin Wencheng „Schatten der Sonne VI“
  • für Zheng, Sheng, Pipa, Yangqin und Percussion, Uraufführung
  • Xu Fengxia / Wu Wei „Kalter, stummer Mond“
  • für Xun, Sheng, Zheng, Erhu, Percussion und Stimme

Ensemble Dragon: Wu Wei: Sheng (Mundorgel), Xun (Flöte), Erhu (Stabgeige); Xu Fengxia: Zheng (Zupfinstrument), Stimme; Yu Lingling: Pipa (Laute); Fu Renchang: Yangqin (wie Hackbrett); Li Biao: Percussion, Fu Renchang: Musikalische Leitung

Eintritt: Euro 7,50; ermäßigt: Euro 4,00; Vorverkauf an der Museumskasse, Mi bis So, 11.00 bis 18.00 Uhr. Eine Veranstaltung von musica viva/Bayrischer Rundfunk und Museum Villa Stuck. In freundlicher Zusammenarbeit mit der BMW Group.

   
Dienstag, 11. Januar 05
19.00 Uhr
SHANGHAI MODERN - ein Faszinosum

Das zentrale Thema der Ausstellung Shanghai Modern ist der in Vergessenheit geratene, vielschichtige und faszinierende Austausch zwischen dem Westen und der chinesischen Avantgarde der 1930er Jahre. Ohne die aktive Wiederbelebung des Kulturaustausches nach mehr als siebzig Jahren wäre das Großprojekt über die Geburt der chinesischen Moderne nicht zustande gekommen.

Shanghai ist heute eine Stadt der Superlative. Sie ist die kulturelle Hauptstadt Chinas und setzt als Metropole des 21. Jahrhunderts Zeichen. Nur wenig bekannt ist die herausragende Stellung Shanghais am Anfang des 20. Jahrhunderts. Schon einmal stand die Stadt in dieser Zeit im Mittelpunkt des Interesses von Intellektuellen, Künstlern, Schriftstellern und anderen Kulturschaffenden, war Zentrum revolutionärer Ideen, widerstreitender nationaler Bestrebungen und der Entwicklung neuer Formen der Moderne.

Die Direktorin des Museums Villa Stuck berichtet über Schritte und Wege, die zur Wiederentdeckung einer verlorengegangenen, reichhaltigen, interkulturellen Tradition führten. Die Ausstellung Shanghai Modern präsentiert das Ergebnis dieser Recherchen. Der Vortrag über die Geschichte des Großprojektes wird mit Beispielen aus der Ausstellung und historischen Aufnahmen aus Shanghai illustriert.

Jo-Anne Birnie Danzker ist Direktorin des Museums Villa Stuck und hat die Ausstellung Shanghai Modern zusammen mit Ken Lum und Zheng Shengtian co-kuratiert. Von 1977 bis 1987 war sie zunächst Kuratorin, danach Direktorin der Vancouver Art Gallery, Kanada. Unter ihrer Leitung fanden die ersten Ausstellungen über chinesische Kunst und Kultur dort statt, u.a. das Projekt „Gum San Gold Mountain: Images of Gold Mountain 1886-1947“ sowie „The Single Brush-stroke: 600 years of Chinese Painting from the Ching Yüan Chai Collection“ (beide 1985). Im gleichen Jahr leitete sie eine kanadische Kulturdelegation in die Volksrepublik China.

Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung des Museums Villa Stuck.

   
Mittwoch, 12. Januar 05
19.00 Uhr

SHANGHAI - Planning the Future?
mit: Prof. Albert Speer, Prof. Wu Jiang (Architekt und Stadtplaner, Tongji University)
Moderation: Tilman Spengler

Shanghai gilt als Laboratorium für die Stadt der Zukunft, als Experimentierfeld einer künftigen Urbanität des neuen Jahrhunderts - als Modell, Schicksal oder Horrorszenario, nicht nur für Asien. In kaum einer Metropole verknüpfen sich architektonische Ästhetik und urbane Planung so sehr mit gesellschaftlichen Vorstellungen wie im Shanghai des 21. Jahrhunderts. Und in kaum einer Stadt arbeiten Chinesen und Deutsche so eng zusammen. Zwei der bekanntesten und renommiertesten Stadtplaner Chinas und Deutschlands sprechen mit dem Schriftsteller und Sinologen Tilman Spengler über das Modell der geplanten Zukunft.

Der Stadtplaner und Architekt Wu Jiang ist Stellvertretender Direktor des Shanghai Urban Planning Administration Bureau der Stadt Shanghai und Professor für Architektur an der Tongji University. Er hat mehrere Bücher über moderne Architektur in Shanghai publiziert und ist an verschiedenen Bauprojekten in Shanghai beteiligt. Prof. Albert Speer ist ebenfalls Stadtplaner und Architekt und mit seiner Frankfurter Firma AS&P im In- und Ausland von Riad bis Shanghai engagiert. Seit Mitte der Neunziger Jahre ist er mit der Planung diverser Großprojekte in China beauftragt, etwa der Gestaltung der Zentralen Achse in Peking, der Planung der Shanghai Model Town oder der Planung der Shanghai International Automobile City.

Tilman Spengler war sechs Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter von Carl Friedrich von Weizsäcker am Max-Planck-Institut in Starnberg. Danach absolvierte der Chinafachmann diverse Forschungsaufenthalte in Peking. Seit 1980 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Kursbuch. Als kultureller Berater begleitete Tilman Spengler des öfteren Bundeskanzler Gerhard Schröder auf seinen Auslandsreisen.

Eintritt: Euro 5,00; ermäßigt: Euro 3,00.
Eine Veranstaltung des Museums Villa Stuck.

   
Donnerstag, 13. Januar 05
19.00 Uhr
Goethe-Forum

ORTSZEIT SHANGHAI - Ein literarisches Stadtporträt
Ding Liying, Schriftstellerin
Qi Ge, Schriftsteller
Moderation: Frank Meinshausen
Kurzfilm: The Red Flag Flies, China 2003, Zhou Hongxiang - 25 min, OmU

Goethe-Forum, Dachauerstr.122, 80637 München
Kontakt: Christine von dem Knesebeck, forum-literatur@goethe.de

In der boomenden Metropole Shanghai hat sich eine junge, lebendige literarische Szene entwickelt. Die Schriftsteller Ding Liying und Qi Ge lesen nun zum ersten Mal in München aus ihren Werken. Ding Liying, schreibt Lyrik, Erzählungen und Romane, auf deutsch erschien ihre leise, eindringliche Erzählung „Schwimmer auf Pfauenfedern“ (in: Das Fremde im Auge des Fremden, Literaturhaus Basel 2003). Qi Ge veröffentlichte Erzählungen und einen Roman, er liest eine phantastische-satirische Erzählung über die Zukunft Shang-hais. Im Anschluss an die Diskussion wird der Kurzfilm „The Red Flag Flies“ gezeigt.

Ding Liying (*1966 in Shanghai) veröffentlichte zwei Gedichtbände, „Shehua“ (1997) und „Yi ge shiqi de funü xiaoxian“ (1999), die mit dem in den USA gestifteten Anne-Kao-Preis für chinesische Lyrik ausgezeichnet wurden. 2000 erschien ihr Roman „Shizhong li de nüren“ (Die Frau in der Uhr), 2001 folgte ein Band mit Erzählungen “Kongque yu de yupiao“ (Schwimmer aus Pfauenfedern).

Qi Ge (*1971 in Shanghai) ist für die Oriental Morning Post als Journalist tätig. Er publizierte eine Sammlung von Erzählungen (Das kreisförmige Spiel/Yuanxing youxi, 2000), einen Roman (Herr Tao im Apfelkern/Pingguoheli de Tao xiansheng, 2003) und zwei populärwissenschaftliche Bücher.

Frank Meinshausen gibt die Anthologie „Das Leben ist jetzt. Neue Erzählungen aus China“ heraus. Elf Erzählungen zeigen die literarische Szene Chinas. Der Sinologe Meinshausen hat ein Netzwerk junger chinesischer Schriftsteller aufgetan, deren Leben, Denken und Texte weniger von der Kulturrevolution als vielmehr vom westlichen „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ beeinflusst sind.
Der Kurzfilm The Red Flag Flies wurde mit dem Image Award im Medienkunst-Wettbewerb der transmediale 2004 in Berlin ausgezeichnet. Der Konzeptfilm von Zhou Hongxiang im Stile Jean Luc Godards konfrontiert die Erben von Mao und Microsoft mit den Fragen nach Glück, Liebe, Geld, Zukunft, Macht, Reichtum und Gott. Sie antworten mit Slogans aus der maoistischen Kulturrevolution und suchen in den Fragmenten der kommunistischen Ideologie nach deren gegenwärtiger Bedeutung.

Eintritt: Euro 6,00; ermäßigt: Euro 4,00;
Eine Veranstaltung des Forum Goethe-Institut www.goethe.de/forum in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der LH München, Fachgebiet 9 und der BMW-Group.

   
Donnerstag, 13. Januar bis
Sonntag, 16. Januar 05
Filmmuseum München

SHANGHAI CINEMA OLD AND NEW - Part II
Filme aus und über Shanghai im Filmmuseum München

Der zweite Teil von SHANGHAI CINEMA OLD AND NEW eröffnet vom 13. bis 16.01.2005 einen facettenreichen und genreübergreifenden Blick auf Geschichte und Gegenwart Shanghais mit neuen Dokumentationen, Spielfilmen und Künstlervideos aus den achtziger Jahren bis heute. Der verheißungsvolle Ort der anscheinend unbegrenzten Möglichkeiten, der in der Zeit des Nationalsozialismus auch Fluchtpunkt für tausende europäische Juden war, durchlebte gewaltige Umbrüche und Neuanfänge. Die Neun-Millionen-Stadt mit rasantem wirtschaftlichem Wachstum und großen sozialen Kontrasten gilt als gesellschaftlichpolitisches Experimentierfeld für das Neue Jahrtausend. Shanghai beherbergt eine junge Kunst- und Kulturszene, die sowohl gesellschaftliche als auch ästhetische Grenzen zu sprengen weiß.
Eintritt: € 4,00
Filmmuseum München, Jakobsplatz 1, 80331 München
Telefonische Kartenvorbestellung: 089 - 233 24150

Donnerstag, 13. Januar, 19.00 Uhr
EXIL SHANGHAI - D/Israel 1997 - Ulrike Ottinger - 275 min, OmU

Freitag, 14.Januar, 18.30 Uhr
YAO A YAO YAO DAO WAIPO QIAO (SHANGHAI SERENADE) - China/F 1995
Zhang Yimou - 108 min, OmeU

Freitag, 14.Januar, 21.00 Uhr
SHANGHAI ZHI YE (SHANGHAI BLUES) - Hongkong 1984 - Tsui Hark - 106 min, OmeU

Samstag, 15. Januar, 18.30 Uhr
HUA YAN (DAZZLING) - China 2001 - Xin Lee - 84 min, OmeU

Samstag, 15. Januar, 21.00 Uhr
HAI SHANG HUA (BLUMEN AUS SHANGHAI) ) - Taiwan/Japan 1998
Hou Hsiao-hsien - 130 min, OmeU

Sonntag, 16. Januar, 18.30 Uhr
WUO MEN HAI PA (SHANGHAI PANIC) - China/Australien 2002 - Andrew Cheng - 87 min, OmeU

Sonntag, 16. Januar, 21.00 Uhr
KÜNSTLER-VIDEOS DER SHANGHART GALLERY - 1997-2004
Yang Fudong, Yang Zhenzhong, Xu Zhen, Zhou Tiehai, Liang Yue u.a. - zusammen 130 min

Ein Programm des Forum Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum München und dem Goethe-Institut Shanghai.