Landeshauptstadt München

 

Museum Villa Stuck

Stunde 0
Rupprecht Geiger und Hilla von Rebay
8. September 2005 - 15. Januar 2006

Eine Ausstellung des Museums Villa Stuck, München, in Zusammenarbeit mit dem Archiv Geiger

         
 
 

Die Ausstellung STUNDE 0. Rupprecht Geiger und Hilla von Rebay dokumentiert den engen Kontakt zwischen dem Münchner Maler Rupprecht Geiger (geb. 1908 in München) und der Künstlerin Hilla von Rebay (1890-1967) kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Rebay war Gründungsdirektorin des Museum of Non-Objective Painting (später Solomon R. Guggenheim Museum , New York) und eine leidenschaftliche Verfechterin der gegenstandslosen Kunst.

Während der Entstehung der Münchner Künstlergruppe ZEN 49 pflegte Hilla von Rebay enge Kontakte zu deren Mitgliedern, u.a. zu Rupprecht Geiger. In der ersten Ausstellung dieser Gruppe im Central Art Collecting Point in München stellte sie 1950 als Ehrenmitglied von ZEN 49 einige Gemälde aus. Die Kabinettausstellung STUNDE 0. Rupprecht Geiger und Hilla von Rebay im Museum Villa Stuck bringt die Arbeiten wieder zusammen, die Geiger und Rebay in dieser wegweisenden Ausstellung gezeigt haben. Außerdem wird auf einem späteren, undatierten Werk, Das Farberlebnis , Rupprecht Geigers Gang durch die Straßen Münchens nach dem Krieg beschrieben. Geiger erzählt in Schrift und Farbe von einem leuchtenden Lippenstift, den er von Hilla von Rebay in einem Care-Paket erhalten hatte.

Rupprecht Geiger - Sohn des bekannten Malers und Studenten von Franz von Stuck, Willi Geiger - studierte von 1926 bis 1935 Architektur in München, zuerst an der Kunstgewerbeschule, später an der Staatsbauschule. Von 1936 bis 1940 arbeitete er in verschiedenen Münchner Architekturbüros. Ab 1940 an der Ostfront in Polen und Russland, begann er sein autodidaktisches Studium der Malerei. In den Jahren 1943 und 1944 wurde er als Kriegsmaler in der Ukraine und in Griechenland eingesetzt. 1949 war er Gründungsmitglied der Gruppe der "Gegenstandslosen" süddeutscher Maler zusammen mit Willi Baumeister, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Willy Hempel, Brigitte Meier-Denninghoff (später Matschinsky-Denninghoff) und Fritz Winter. Auf Geigers Anregung hin hat sich die Gruppe den Namen ZEN 49 gegeben. Von 1965 bis 1976 war er Professor für Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Bekannt wurde er durch seine seit den Fünfzigern kontinuierliche Beschäftigung mit der Farbe Rot. In seiner langen Karriere zeigte Geiger zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Rupprecht Geiger lebt und arbeitet in München.