Start > Ausstellungen > Christoph Brech. Passagen. Videos, Fotos, Installationen - 11. Februar bis 24. Mai 2010

Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

Rundgang durch die Ausstellung

Fassade

Cielo si Riflette
30 cm x 40 cm, Neon, Italien 2006
Der Himmelsspiegel. In Cielo si Riflette spiegelt sich nicht nur der Himmel, sondern auch die Schrift, und mit einem Mal beginnt das Blau des Himmels in ihr zu wohnen.


EG, Villa Stuck

Punto
10’09, Ton, Farbe, Italien 2006
Der Videofilm Punto beschreibt die visuellen Eindrücke einer Fahrt durch ein Vorstadtviertel Roms, gefilmt in den Reflektionen der Heckklappe eines Fiat Punto. Da diese sowohl konvex als auch konkav gebogen ist, spiegeln sich die Bilder ein zweites Mal und zeigen eine zwar authentische, jedoch vollkommen ungewohnte Stadtansicht.


Vaticano 21 Novembre 2009
4 Fotografien, Italien 2009
Christoph Brech gehörte zu den 260 Künstlern, die am 21. November 2009 in die Sixtinische Kapelle geladen waren, um einen Dialog mit Papst Benedikt XVI. über zeitgenössische Kunst zu führen. Dabei entstand eine neue Serie von Fotografien, aus der das Museum Villa Stuck erstmals vier ausgewählte Stücke präsentiert.


Intersection
Lichtprojektion 2010
Im Musiksalon werden drei der auf schwarzen Farbflächen stehenden Komponisten Namen durch Licht hervor-gehoben. Bach, Schubert und Wagner. Sie bilden die Schnittmenge der Komponisten, die Franz von Stuck für seinen Musiksalon ausgewählt und mit deren Musik Christoph Brech in seinen Videos gearbeitet hat. Ein Ankünden der Musik, die in Quatuor Ébène - Trois Mouvements (Schubert), in Upstream II (Bach) und in Break (Wagner) zu hören ist.


La Civetta
1’01, Ton, Farbe, Italien 2006
Der Videofilm La Civetta wurde in Rom durch das berühmte Schlüsselloch im Portal der Gärten der Malteser auf dem Aventin aufgenommen. Die Heckenanlage hinter dem stets verschlossenen Tor lenkt den Blick unmittelbar auf die Kuppel der Peterskirche. Eine Eule fliegt vom Vatikan her auf den Betrachter zu. Der Film ist auf die Hälfte seiner normalen Geschwindigkeit reduziert, so klingt das Läuten der kleinen Glocken der nahen Kirche S. Anselmo tief und stellt assoziativ einen Bezug zum fernen Dom her.


Transito
16’20, Ton, Farbe, Italien 2007
Der Videofilm Transito zeigt einen im Wind rhythmisch schwingenden, schweren Vorhang, der den sakralen Raum einer römischen Kirche vom lärmenden Alltag der profanen Stadt trennt. Die in Fußbodenhöhe montierte Kamera registriert, wie der Wind den Vorhang, anrollenden Wellen gleich, tanzen lässt, und beschuhte Füße in beiden Richtungen die Schwelle passieren.


La Sosta
7’25, Ton, Farbe, Italien 2010
Der Videofilm La Sosta zeigt kreisende Vogelschwärme am abendlichen Himmel über Rom.
Die Glocke eines Buddha Tempels in Taipei schlägt den Takt der Stunden. Im Ballett wirbelnder Vogeltornados treffen sich der jährlich wiederkehrende Zug der Stare nach dem Süden und Buddhas Lehre vom Kreislauf des Lebens und der Wiedergeburt.
Zeit und Raum, Nähe und Ferne, Natur und Jahrtausende alter Ritus werden austauschbar.


Paradiso
8’38, Ton, Farbe, Großbritannien 2008
Der Videofilm Paradiso findet in der Abstraktion reiner Farben eine Metapher für die metaphysische Vorstellung eines Zustandes außerhalb von Zeit und Raum. Den nicht endenden Strom ineinander fließender Farben unterstreicht eine Marien-Motette Palestrinas.


Rom. Foto-Tagebuch
Buch, Italien 2006
Mit seiner Fotoarbeit Diario Romano, die während eines einjährigen Aufenthaltes an der Villa Massimo in Rom im Jahr 2006 entstand, setzt sich Christoph Brech auf individuelle Art mit der langen Tradition der „Römischen Tagebücher“ auseinander. Jeder Tag des Jahres ist durch ein Foto dokumentiert.