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Biographie Terunobu Fujimori

Terunobu Fujimori (geboren 1946 in Chino, Provinz Nagano) ist Architekturtheoretiker und Architekt. Er lebt und arbeitet in Tokio und unterrichtet am Institut für Industrial Science der Universität von Tokio. Zentrales Thema seiner theoretischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Architektur der Moderne und deren Ansätzen im Bereich der Städteplanung. Ursprünglich arbeitete Fujimori ausschließlich als Architekturhistoriker und widmete sich der Übersetzung einer Reihe zentraler Texte der europäischen Architekturmoderne. Seit 1991 praktiziert er darüber hinaus als Architekt.

Er debütierte mit dem »Historischen Museum der Priesterfamilie Moriya.« Weitere bekannte und wichtige Projekte waren das »Akino Fuku Museum, 1997« in Tenryu City; das Studentenwohnheim der »Kumamoto Landwirtschaftsschule, 2000«; das »Tanpopo-Haus (Löwenzahnhaus), 1995« und das »Nira-Haus (Schnittlauchhaus), 1997«, deren Wände und Dächer mit Löwenzahn bzw. Schnittlauch bewachsen waren, sowie das für den ehemaligen japanischen Premierminister Morihio Hosokawa errichtete »Ichiya-tei (Teehaus für eine Nacht), 2003«. Zu seinen jüngsten Projekten zählt das auf sechs Meter Höhe angelegte Teehaus »Takasugi-an (Zu hohes Teehaus), 2004«.

2006 war Fujimori mit der Ausstellung »Architecture of Terunobu Fujimori and ROJO: Unknown Japa-nese Architecture and Cities« auf der 10. Architekturbiennale in Venedig vertreten, deren Kommissions-mitglied er ebenfalls war. 1986, dem Jahr der Gründung der »Roadway Observation Society« (ROJO), erhielt er den »Suntory-Preis für Sozial- und Geisteswissenschaften« für seine Veröffentlichung »Kenchiku tantei no b ō ken: T ō ky ō hen (Abenteuer eines Architekturdetektivs: Tokio Band)«; 1997 den »Japan Art Grand Prix« für das »Schnittlauchhaus« und 2001 den »Preis des japanischen Architekturinstituts, Abteilung Architekturdesign«, für das Studentenwohnheim der »Kumamoto Landwirtschaftsschule.«