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Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

März bis Oktober 2012

STUCKVILLA

20 Jahre Museum und Stiftung der Landeshauptstadt München

2012 feiert das Museum Villa Stuck sein zwanzigjähriges Jubiläum als Museum und Stiftung der Stadt München. Aus diesem Anlass präsentiert die Villa Stuck von März bis Oktober 2012 diverse Ausstellungen, Publikationen und Gespräche zu Fragen der Entwicklung des Hauses seit 1992. Die Veranstaltungen beziehen sich auf die Geschichte der Villa Stuck als Zentrum für Galerien wie auch als Haus für große Ausstellungen zu historischen, modernen und zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Das Jubiläumsprogramm verortet die Villa Stuck zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Das gesamte Jahr über wird der 1964 in München geborene Künstler Martin Fengel das Museum auf dieser Zeitreise begleiten. Martin Fengel ist durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bekannt. Er ist als Kurator tätig und gestaltete u.a. die im Dezember 2010 eröffnete U-Bahn Station Moosach im Münchner Nordwesten. Als Zeichner und Illustrator ist er derzeit vor allem durch das ZEIT Magazin wie auch durch eine Kooperation mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bekannt.

»STUCKVILLA« steht symbolisch für den Wandel, den das Haus von einem Wohn- und Repräsentationsobjekt des Münchner Künstlerfürsten Franz von Stuck hin zu einem lokal wie national und international vernetzten Museum erfahren hat. Noch nach Stucks Tod 1928 von der Familie bewohnt, wurde das Haus durch unterschiedlichste Nutzungen bis in die 1960-er Jahre hinein stark modifiziert. Hans Joachim und Amélie Ziersch starteten 1965 die erste Renovierung und schenkten das Haus 1967 dem Stuck-Jugendstil-Verein zur Aufnahme des Museumsbetriebs. Zum 1. Januar 1992 ging die Villa Stuck als unselbständige Stiftung in die Verantwortung der Landeshauptstadt München über.

Zusammen mit dem Gebäude und der Sammlung von Werken Franz von Stucks stiftete das Ehepaar Ziersch herausragende Objekte aus der Zeit des Art Nouveau. Diese in ihrer Zahl kleine Sammlung ist von außerordentlicher Qualität und wird 2012 zum ersten Mal in einer Sammlungspublikation wissenschaftlich erfasst. Gleichzeitig werden die Art Nouveau-Objekte in einer Ausstellung gezeigt.

Ein zum Jubiläum erscheinendes Magazin widmet sich den vielfältigen Aspekten der Tätigkeit von Museum und Stiftung Villa Stuck. Die nationale und internationale Vernetzung des Hauses findet dabei ebenso Berücksichtigung wie seine Verwurzelung in der Kunst- und Kulturstadt München. Die Beiträge im Magazin richten ihren Blick auf die Zukunft dieses einzigartigen Modells aus Künstlerhaus, Sammlungszentrum sowie Ort für Ausstellungen- und Vermittlungsarbeit. Ein besonderes Augenmerk kommt hierbei der Öffnung des Museums Villa Stuck für alle Besuchergruppen innerhalb des Sozialraums der Landeshauptstadt München zu.

Außerdem wird anlässlich des Jubiläums eine Schriftenreihe der Villa Stuck ins Leben gerufen, deren erster Band sich der Tätigkeit des Kuratoriums Landschaftsschutz widmet. Diese in den 1960er Jahren begründete Inititative von Hans-Joachim Ziersch rettete zahlreiche historische Gebäude vor dem Zerfall bzw. der Zerstörung und nahm sich bereits damals Themen wie Denkmal- und Umweltschutz an.