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Richard Jackson. Ain't Painting a Pain

Zeichnungen und Skizzen  

Ergänzend gezeigt werden die aus Jacksons Frühzeit, also den Jahren 1969 bis 1988, stammenden Vorzeichnungen und Modelle für gemalte Environments, »Wall Paintings» und »Stacked Paintings«. Sie bekunden Jacksons weitaus höheres Interesse am Prozess der Entstehung als an der Wirkung des fertigen Bildes und führen, neben Jacksons akribischer Zeichenkunst, den ungeheuren Aufwand vor Augen, den er in seine großformatigen, oftmals nach Ausstellungsende wieder zerstörten Arbeiten investiert.

Von herausragender Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die 1978 entstandene Folge von 100 Drawings. In ihnen skizziert Jackson Ideen, Entwürfe und Gedanken sowohl zu bereits existierenden als auch zu geplanten Arbeiten, vermerkt handschriftlich Anweisungen für ihre Ausführung und klassifiziert seine Vorschläge, je nach dem Grad ihrer Komplexität, mit Schulnoten.

Jacksons Werk wurde aus der vorherrschenden Geschichtsschreibung der amerikanischen Kunst nach 1960 oftmals ausgeklammert und seine Arbeiten in der Zeit von den 1990er Jahren bis heute weit häufiger in Europa als in den USA ausgestellt. »Ain't Painting a Pain« bietet die Möglichkeit einer umfassenden Neubewertung von Richard Jacksons Werk und seiner Position in der Kunstgeschichte. Jacksons Neukonzeption von Formen und Strukturen der Malerei fand eine breite Rezeption insbesondere in Europa, wo mit Protagonisten wie Alberto Burri, Lucio Fontana, Yves Klein sowie mit Niki de Saint Phalle, Daniel Spoerri und Günther Uecker eine Vielzahl von Künstlern tätig war, die mit den Konventionen der Malerei brachen.

Jackson selbst war einflussreicher Mentor: Während seiner Lehrtätigkeit an der University of California in Los Angeles Anfang der 1990er Jahre übte er großen Einfluss aus auf Künstler wie Jason Rhoades sowie eine ganze Generation weiterer junger Künstler aus Los Angeles.