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Vestibül

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Der Besucher der Villa Franz von Stucks betrat das Haus durch eine schwere Bronzetür, die mit einem furchterregenden Gorgonenhaupt geschmückt ist. Auf der Wand gegenüber dem Eingang befindet sich der Abguss der sogenannten Medusa Rondanini mit ihrem todbringenden Blick, das römisch anmutende, schwarz-weiße Fußbodenmosaik ist mit den Symbolen Taube, Löwe und einer Schlange im Zentrum geschmückt. Der helle Steinton dieses Vorraums vermittelt zwischen dem Außenbau und dem Innenraum der Künstlervilla. Elegant und zurückhaltend wirkt die antikisierende Ornamentik schwarzer und ockergelber Linien an den Wänden, der umlaufende Spiralfries und der geometrische Stil der Kassettendecke.

In zwei Figurennischen stehen sich die Nachbildungen berühmter, antiker Skulpturen gegenüber, das schwarz patinierte Standbild des jugendlichen Siegers Idolino, ursprünglich ein römisches Bronzewerk nach griechischem Vorbild (Museo Archaeologico, Florenz) und die von Stuck farbig gefasste Göttin Venus von Medici (Uffizien, Florenz), als Mann und Frau gegenüber. Sie verweisen wahrscheinlich auf die Erbauer und Bewohner des Hauses Franz und Mary von Stuck.

Die reiche Ausstattung des Vestibüls bilden zahlreiche Antikenkopien verschiedenster Epochen, die alle von Stuck selbst farbig getönt sind. Bereits Zeitgenossen deuteten dies als »ahnungsvolles Verständnis für die Polychromie der griechischen Plastik« Franz von Stucks.

Die Symbole des Vestibüls veranschaulichen im Sinne der antiken Tradition: Geselligkeit, Gastfreundschaft, Symposion, Schauspiel, Tanz und Trunk. Darüber hinaus befindet sich dort auch ein bemalter Abguss des assyrischen Reliefs der Sterbenden Löwin (British Museum, London). Stuck hat nach 1909 den Abgüssen sein Relief des flötespielenden Pan hinzugefügt.