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2011 wird im Rahmen des international renommierten Landeswettbewerbes für das Kunsthandwerk in Bayern zum zehnten Mal der Danner-Preis verliehen, eine der wenigen bedeutenden Auszeichnungen in diesem Bereich. Der Wettbewerb fördert neue gestalterische Ideen und Entwicklungen im Kunsthandwerk und steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Martin Zeil. Eine international besetzte Fachjury vergibt den mit 15.000 € dotierten Preis sowie weitere Förderpreise im Gesamtwert von 12.000 €. Die Entscheidung über die Vergabe des Danner-Preises sowie der Danner-Förderpreise fällt im Rahmen der Objektjury am 24. März 2011. Die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung findet am 12. Oktober 2011 im Prinzregententheater statt. Erstmals präsentiert das Museum Villa Stuck die Ergebnisse: Ab dem 13. Oktober werden die prämierten Exponate in einer repräsentativen Ausstellung zu sehen sein, zu der ein umfangreicher bebilderter Katalog erscheint.
Im Laufe seiner 24-jährigen Geschichte hat der Danner-Preis nichts an Attraktivität und Bedeutung verloren – im Gegenteil, das Interesse ist stetig gewachsen. Am Wettbewerb 2011 beteiligen sich über 200 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker. 1984 zum ersten Mal ausgelobt, wird der Preis seither im dreijährigen Turnus vergeben. Zugelassen sind alle Bereiche des Kunsthandwerks außer der Fotografie. Der künstlerischen Qualität der der Arbeiten gilt das besondere Augenmerk.
In Bayern hat das Kunsthandwerk einen besonderen Stellenwert, dessen Ruf weit über die Landesgrenzen reicht. Seine Vielfalt und das hohe künstlerisches Niveau zu sichern ist das Anliegen der Danner-Stiftung. Die Stiftung an der Schnittstelle zwischen Kunst und Handwerk wurde gegründet, um den Nachwuchs zu unterstützen: Seit 1920 fördert sie hervorragende Leistungen und junge Talente im bayerischen Kunsthandwerk durch Preise, Stipendien, Wettbewerbe und Ausstellungen. Auch Fachschulen und Akademien erhalten bis heute Zuwendungen, um Qualität und Anspruch von Aus- und Weiterbildung auch in Zukunft zu garantieren.
Die Einreichungen der letzten Jahre zeigen, dass die Grenzen zwischen angewandter und freier Kunst zunehmend durchlässiger geworden sind. Auf der Suche nach einer eigenen Formensprache stellen junge Kunsthandwerker zunehmend tradierte Vorstellungen in Frage und nutzen schöpferische Impulse aus anderen Bereichen. Der Danner-Preis aber filtert nicht nur charakteristische Tendenzen der jüngeren Zeit heraus und hebt sie hervor: Die hochkarätige Jury des Preises setzt international gültige Maßstäbe. Sie hilft dem Kunsthandwerk in Bayern fortzubestehen im globalen Wettbewerb. Die Ausstellung im Museum Villa Stuck stellt die Arbeiten der ausgewählten Preisträger der Öffentlichkeit vor.
Jury für die Vergabe des Danner-Preises 2011:
Rudolf Bott, Gold- u. Silberschmied, Neuburg a.d. Donau, Dr. Gert Bruckner, Ltd. Ministerialrat, Geschäftsführender Vorsitzender der Danner-Stiftung, München, Michael Buhrs, Direktor Museum Villa Stuck, München, Franz X. Höller, Glasschaffender, Lehrer für Gestaltung, Glasfachschule Zwiesel, Wolfgang Lösche, Handwerkskammer für München u. Oberbayern, München, Nils Holger Moormann, Geschäftsführer Nils Holger Moormann GmbH, Präsidiumsmitglied Rat für Formgebung, Aschau i. Chiemgau, Chequita Nahar, Koordinatorin für Schmuck- u. Produktdesign, Akademie für Bildende Künste, Maastricht/Niederlande, Karl Rothmüller, Gold- u. Silberschmiedemeister, Stellvertretender Vorsitzender der Danner-Stiftung, München, Robert Smit, Schmuckkünstler, Amsterdam/Niederlande, Prof. Dr. Jorunn Veiteberg, Kunsthistorikerin, Kunsthochschule Bergen/Norwegen