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Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

Veranstaltungen

Juni 2019

Donnerstag, 27.6.19, 20.00 Uhr, Polka Bar, Pariser Straße 38
Die Echt‐Foto‐Postkarten der DDR zwischen Zensur und Dokument
Vortrag von Erasmus Schröter
Der Leipziger Erasmus Schröter wuchs in der DDR auf und erhielt während seines Studiums an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst seine Ausbildung zum Fotografen. Seitdem ist er in der internationalen Fotokunstszene aktiv. Mit dem Blick eines Fotografen sammelte er in den letzten Jahrzehnten intensiv auf Flohmärkten die Echt‐Foto‐Postkarten der DDR. Der Vortrag führt auf unterhaltsame Weise in die damals offiziell erwünschte Bildwelt der DDR. Er beleuchtet anhand vieler Beispiele, wie die Fotopostkarte im Spannungsfeld von Zensur und fotografischem Dokument ihre spezifische, heute oft seltsam fern anmutende Ästhetik entwickelte.
Eintritt frei, in Zusammenarbeit mit Polka Bar und Restaurant


Samstag, 29.6.19, 19.30 Uhr, Marstall des Residenztheaters
Kuttner erklärt die Welt. »Die DDR — auch im Osten trug man Westen«
Seit November 1996 veranstaltet Jürgen Kuttner an der Berliner Volksbühne seine Videoschnipselabende, mit denen er auch auf anderen Bühnen zu Gast war – nun erneut im Marstall des Münchner Residenztheaters begleitend zur Ausstellung »Von Ferne. Bilder zur DDR«. Jeder Videoschnipselabend ist anders. Denn jeder Abend hat ein eigenes Motto, eine eigene These. Dabei kann es einerseits um so Grundsätzliches gehen wie Liebe, Sex, Krieg, Kinder, Fußball, andererseits aber auch um so diffizile Probleme wie das Demokratisierungspotential des deutschen Schlagers, die Politiktauglichkeit mittelamerikanischer Rauschkakteen oder die Frage, mit welchen Präsenten man KPDSU-Generalsekretären eine Freude machen kann. Ebenso unvorhersehbar wie das Motto ist die Länge des jeweiligen Abends. Zwar haben die präsentierten Ausschnitte für gewöhnlich eine Gesamtlänge von etwa einer halben Stunde, doch schwankt das Zeitmaß ihrer jeweiligen Kommentierung erheblich.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Residenztheater.
€ 15,- / € 8,- erm., Kartenvorverkauf ab 29.5.19. Vorverkaufsstellen und Onlineverkauf siehe www.residenztheater.de . Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Juli 2019

Freitag, 5.7.19, 18–22 Uhr
Friday Late
Freier Eintritt in die Ausstellungen, zu Führungen und Veranstaltungen


Samstag, 6.7.19, 14 Uhr
Zeitmaschine – Ein Theaterprojekt von ganz Alten für ganz Junge
Der Eintritt ist frei.


Samstag, 6.7.19, 19.30 Uhr
stasi-data. Eine musikalische Lesung
Das Weimarer Duo »Klang-Zeichen« mit Michael von Hintzenstern und Daniel Hoffmann knüpft an Traditionslinien des Dadaismus an und ist durch die musikalischen Positionen von Erik Satie und John Cage geprägt. Stets auf der Suche nach neuen Formen, legen sie auch mit Text, Tanz und Gesang beim Publikum den Freiraum der individuellen Gestaltbarkeit offen und beziehen ihn mit in den musikalischen Prozess ein. Die japanische Sopranistin Norico Kimura rekonstruiert, transformiert, trillert, zwitschert, flötet, karikiert, konglomeriert, verfremdet die Stimme der Stasi. Gabriele Stötzer arbeitet mit Michael von Hintzenstern seit seinem ersten Stockhausen-Konzert in der DDR 1981 in ihrer privaten »Galerie im Flur« zusammen, die später von der Stasi liquidiert wurde. Stötzer wurde von der Stasi mit Geheimprozessen bis November 1989 verfolgt.
Texte/Rezitation: Gabriele Stötzer, Gesang/Rezitation: Norico Kimura, Trompete/Flügelhorn/Röhrenradio/Grammophon/Rezitation: Daniel Hoffmann, Harmonium/Röhrenradio/Klangerzeuger/Rezitation: Michael von Hintzenstern
Die Ausstellung ist bis 19.30 Uhr geöffnet, € 6,- / € 3,- erm.


Dienstag, 9.7. – Donnerstag, 11.7.19, 20 Uhr, Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF)
Gestern ist heute
In einem dreitägigen Filmprogramm werden essayistische und dokumentarische Arbeiten von Regisseur*innen gezeigt, die sich mit Geschichte(n) der DDR befassen. Das mediale Erbe der DDR (Fernsehen, Nachrichten u.a.) ist ebenso Thema wie persönliche Lebenswege in Verschrän-kung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Umbrüchen. Begleitet von Einführungen und Gesprächen mit den Filmemacher*innen, werden Ideen und Techniken hinter den Filmen erläutert. Weitere Informationen unter www.hff-muenchen.de
Eine Kooperation mit der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Eintritt frei


Samstag, 13.7.19, 18 Uhr
Kammermusik Sommerfest
Maximilian Hornung, Violoncello / Michael Nagy, Bariton / Gerolt Huber, Klavier
Eintritt frei

August 2019

Freitag, 2.8.19, 18–22 Uhr
Friday Late
Freier Eintritt in die Ausstellungen, zu Führungen und Veranstaltungen

September 2019

Freitag, 6.9.19, 18–22 Uhr
Friday Late
Freier Eintritt in die Ausstellungen, zu Führungen und Veranstaltungen


Sonntag, 8.9.19, 10–18 Uhr
Tag des offenen Denkmals
Moderne: Umbrüche in Kunst und Kultur

Der Eintritt in die Historischen Räume ist frei.


Samstag, 14.9.19, 16 Uhr
Regarde par ici, …
Screening mit anschließendem Künstlerinnengespräch mit Maya Schweizer im Rahmen von »VARIOUS OTHERS«
Die Zweikanal-Videoinstallation »Regarde par ici, … und dort die Puschkinallee« (2017/18) von Maya Schweizer ist eine filmische Analyse, die Architektur auf das Innen und Außen befragt und eine räumliche wie zeitliche Dimension in Szene setzt. Der Blick der Kamera schweift zuerst über einen Park in Berlin, in dem sich die Wege von Passant*innen und Verweilenden kreuzen und schweift dann ins Innere des Raumes: Die Betrachter*innen realisieren, wo sie sich befinden – in einem Wachturm, der einst die Grenze zwischen Ost und West überwachte und in dem Video selbst nie von außen zu sehen ist. Im Hintergrund sind leise Sounds und Soundquellen zu hören, die eine Verbindung zwischen den Zeiten und Räumen herstellen.
Maya Schweizer, geb. in Paris, studierte Kunst und Kunstgeschichte in Aix-en-Provence, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Sie hatte zahlreiche Einzelausstellungen (u.a. Westfälischer Kunstverein, Frankfurter Kunstverein, Kunsthalle Baden-Baden, Irish Museum of Modern Art, Dublin, Kunstverein Leipzig), erhielt 2006 den Preis des Deutschen Wettbewerbs bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und – neben mehreren Stipendien und Residencies – ein Stipendium der Villa Aurora, Los Angeles (2008), und ein Arbeitsstipendium vom Berliner Senat (2019). Eintritt € 6,- / € 3,- erm.