Start > Ausstellungen > Karl Wilhelm Diefenbach. »Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen!« - 29. Oktober 2009 bis 31. Januar 2010
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| 1851 | 21. Februar, Karl Wilhelm Diefenbach wird in Hadamar bei Limburg an der Lahn geboren |
| 1872 | Umzug nach München. Anstellung beim Hoffotografen Albert sowie Tätigkeit für die fotografische Anstalt Hanfstaengl |
| 1872–79 | Studium an der Akademie der bildenden Künste, München |
| 1873 | Typhusinfektion mit folgenschwerer Behandlung. Abkehr von Tabak, Alkohol und Fleischkonsum |
| 1880 | 3. Dezember, Geburt des Sohnes Kurt-Helios |
| um 1881 | Austritt aus der Kirche, Mitglied der freireligiösen Gemeinde. Erste Kontakte zu Eduard Baltzer, dem Begründer des Vegetarischen Vereins in Deutschland. Briefwechsel mit dem Naturheilpraktiker Arnold Rikli, dem Vorkämpfer des Naturismus und Begründer der Licht-Luft-Bäder |
| 1882 | 27. Januar, Standesamtliche Trauung mit Magdalene Atzinger. Anschließend visionäre Erfahrung auf dem Hohenpeißenberg. Selbst-Berufung zum »Propheten« |
| ab 1882 | Tragen der Reformkleidung |
| 1882 | 1. September, Geburt der Tochter Stella |
| 17. November, Porträt Richard Wagners im Auftrag des königlichen Hofsekretariats für die Weihnachtsgeschenke Ludwigs II. |
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| 1884 | Zahlreiche öffentliche Vorträge »Über die Quellen des menschlichen Elends, Krankheit, Armut und Verbrechen und deren Beseitigung durch naturgemäße Lebensweise« in Veranstaltungssälen in München |
| Dezember, Mitglied des Weltsprache-Vereins »Volapükaklub«. Erste Geldbußen und Verurteilungen wegen »groben Unfugs«. Zunehmende Anfeindungen von Gesellschaft und Rechtssprechung | |
| 1885 | Gründung der Lebensgemeinschaft »Humanitas« im Steinbruch Höllriegelskreuth. Der Wanderprediger Johannes Guttzeit wird sein Jünger |
| 8. Oktober, Geburt des Sohnes Lucidus | |
| 1887 | Hugo Höppener wird Diefenbachs Jünger, genannt Fidus. Gemeinsame Arbeit an dem grafischen Zyklus »Kindermusik« |
| 1888 | Nach nacktem Sonnenbad der Kinder Verurteilung durch das Landgericht München II wegen »öffentlichen Unfugs« im ersten Nudistenprozess der Geschichte Deutschlands. Kontakte zu Wilhelm Hübbe-Schleiden und damit zur theosophischen Lehre |
| 1889 | Ausstellung in der Kunstgewerbehalle, Theatinerstraße, München. Zerwürfnis mit Fidus über die Verwendung des Erlöses |
| 1890 | Kündigung des Steinbruchhauses, Umzug nach Dorfen. Tod der Ehefrau, die drei Kinder kommen in die Obhut des Vaters |
| 1891 | Ausstellung in der Löwengrube, München |
| 1892 | Umzug nach Wien. Ausstellung im Österreichischen Kunstverein. Entstehung der Monumentalfassung von »Per aspera ad astra«. Wirtschaftlicher Ruin Diefenbachs nach Betrug durch den Wiener Kunstverein. Ausstellung von »Per aspera ad astra« im Kursaal Baden |
| 1893 | Bekanntschaft mit der Friedenskämpferin Bertha von Suttner |
| 1894/95 | Kontakt zu František Kupka und Arthur Roessler |
| 1895 | Einzelausstellung des Gemäldes »Erlösung« (nach 1895). Alpenwanderung und Aufenthalt am Gardasee |
| 1896/97 | Reise nach Alexandria und Aufenthalt in Kairo, Ägypten. Pläne monumentaler Tempel-Bauten |
| 1897 | Rückkehr nach Wien und Gründung der Landkommune »Himmelhof« in Ober-St.-Veit. Gusto Gräser, der spätere Begründer des Monte Verità, wird sein Jünger, ebenso Magnus Schwantje, Begründer der Tierschutzbewegung. Ausstellung von »Per aspera ad astra« in Wien |
| 1899 | Konkurs und Auflösung der Himmelhof-Gemeinschaft. Umzug nach Triest, Ausstellung in der »Alten Börse« und Ankauf von Werken durch den Österreichischen Lloyd |
| 1900 | Geplante Orientreise. Diefenbach lässt sich auf Capri nieder. Teilnahme an der »Hygiene-Ausstellung« in Neapel |
| 1902 | Standesamtliche Trauung mit Wilhelmine Vogler. Künstlerischer Fokus auf symbolistischen Landschaftsgemälden |
| 1906 | Kur im Sanatorium »Weisser Hirsch« des Naturheilkundlers Heinrich Lahmann in Dresden |
| ab 1907 | Ständige Ausstellung im Casa Grande, Capri. Entwürfe eines »Humanitas«-Tempels in der Festung Baja im Golf von Neapel und am Golf von Sorrent |
| 1913 | 15. Dezember, Diefenbach stirbt auf Capri |