Start > Ausstellungen > Andrei Molodkin - 21. Juni bis 16. September 2012
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Der in Paris lebende Künstler Andrei Molodkin sorgte mit seinen Arbeiten auf der Biennale in Venedig 2009 für Aufsehen. Molodkin, 1966 in Boui, Russland, geboren, reflektiert gesellschaftspolitische Themen wie auch kulturhistorische Kontexte in seinen Installationen, deren wesentliche Bestandteile Acryltuben, gefüllt mit Rohöl, und Neonröhren sind. Die daraus entstehenden Installationen nehmen teils Bezug auf Arbeiten der russischen Konstruktivisten des frühen 20. Jahrhunderts, auf der anderen Seite bilden sie architektonische Strukturen, die der Besucher betreten und durch den Hell-Dunkel-Kontrast von Öl und Licht physisch erleben kann.
Molodkin studierte am Stroganov Art Institute, Moskau. Seine ersten Arbeiten, Kugelschreiber-Zeichnungen, entstanden während seines Armeedienstes in Russland. Diese teils großformatigen Zeichnungen setzen sich kritisch mit Ikonen einer neuen globalen Weltordnung auseinander. Religiöse Motive und politische Slogans, so das seit dem letzten US-Wahlkampf international bekannte Obama-Motto »Yes, we can« setzt Molodkin um in seinen Installationen, für die der Künstler neben Neonröhren und Rohöl auch immer wieder Blut als Füllmaterial einsetzt.
Eine Ausstellung der Villa Stuck, München. Kuratoren: Margarita Tupitsyn, Victor Tupitsyn