Start > Ausstellungen > Highlights aus der Sammlung Gunter Sachs
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Der plötzliche Tod von Gunter Sachs im Mai 2011 war für die Öffentlichkeit, vor allem aber für seine Familie, ein Schock. Die von ihm hinterlassene Kunstsammlung, bisher aufgeteilt auf seine verschiedenen Wohnorte, stellt ein herausragendes kunsthistorisches Vermächtnis dar. Im Herbst 2012 präsentiert die Villa Stuck in Zusammenarbeit mit der Familie von Gunter Sachs und dem Institut für Kulturaustausch in Tübingen alle Highlights aus der Sammlung, wohl zum letzten Mal in dieser einzigartigen Zusammenstellung. Zu sehen sind Werke von Réné Magritte, Max Ernst, Yves Klein, Andy Warhol und weiteren Künstlerstars. Die Ausstellung zeigt die ungezähmte Sammelleidenschaft, die spätestens 1958 in ihm entflammte, dem Jahr, in dem Yves Klein mit anderen Künstlern in Paris die Gruppe des »Nouveau Réalisme« begründet und Sachs Jean Fautrier kennenlernt.
Gleichzeitig nimmt die Ausstellung in besonderer Weise die Verbindung zwischen Gunter Sachs und der Villa Stuck wieder auf. Am 8. September 1967 eröffnete in den Räumen der Villa Stuck das Modern Art Museum München e.V. eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Gunter Sachs. Arbeiten von Arman, Jean Fautrier, Yves Klein und Wols bildeten den Kern der Präsentation. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Werke von Francis Bacon, Giorgio de Chirico, Max Ernst, Réné Magritte und Yves Tanguy. Von 1967 bis 1972 fungierte Sachs zusammen mit Konstantin von Bayern als Präsident des Modern Art Museum München. Eine Gruppe von Enthusiasten wollte der zukünftigen Olympiastadt München bis 1972 ein Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst bescheren. Eine ihrer Hauptfiguren war Wolfgang Christlieb, Jurist und Autor; dazu gesellte sich Christian Diener, ehemals Mitarbeiter der Zeitschrift »twen«. Diener sagte später über die Ausstellung in der Villa Stuck: »Sie sollte damals mehr sein als nur die Präsentation einiger irritierender, zeitgenössischer Bilder, die es vorher noch kaum in Deutschland zu sehen gegeben hatte. Gunter Sachs wollte die Ausstellung selbst in eine Art Kunstwerk verwandeln.«
Kuratoren: Michael Buhrs, Roland Wenninger