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Richard Jackson. Ain't Painting a Pain

»Stacked Paintings«

Bei den »Stacked Paintings«, die Jackson seit 1980 als zweite zentrale Werkgruppe erstellt, werden Tausende von auf Keilrahmen gespannte Leinwände bemalt und anschließend mit der bemalten Seite nach unten aufeinander gestapelt. Es entstehen monumentale umschlossene Räume bzw. skulpturale Werke, bei welchen Farbe in gleichem Maß als Klebe- wie auch als Ausdrucksmittel verwendet wird. Mit »5050 Stacked Paintings« ist eine bereits 1980 konzipierte, ca. neun Meter lange, viereinhalb Meter breite und drei Meter hohe Installation aus 5050 Gemälden zu sehen, die für die vorliegende Retrospektive erstmals realisiert wurde und Jacksons größtes »Stacked Painting« darstellt.

Der Vorgang des Malens und die dabei entstehenden innovativen Formexperimente stehen für Jacksons Abkehr von tradierten technischen und stilistischen Konventionen der Malerei. Er übte damit richtungsweisenden Einfluss auf eine Vielzahl zeitgenössischer Künstler in Los Angeles aus, die in den nachfolgenden Jahrzehnten mit einer neuen, revolutionären Formensprache an die Öffentlichkeit treten sollten, so etwa Jason Rhoades oder Andrew Dadson.

Mit Blick auf diese Schaffensperiode meinte Jackson in einem Gespräch mit Dennis Szakacs: »… je mehr Arbeiten dieser Art ich schuf, umso vertrauter wurden mir die Materialien und umso reizvoller wurde das, was am Ende herauskam. Deshalb verlor ich das Interesse an ihnen. Wenn man in eine Tätigkeit oder einen Prozess einsteigt, kann etwas schief gehen und das ist gerade der Punkt, an dem es interessant wird. Wenn alles nach Plan läuft, ist es nicht interessant.«