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Richard Jackson. Ain't Painting a Pain

»Wall Paintings«

In seinen Werken der 1970er und 1980er Jahre kehrte sich Jackson von technischen und stilistischen Konventionen der Malerei ab, ohne jedoch ihre materiellen Eigenschaften zu negieren. So schiebt Jackson bei seinen »Wall Paintings« Leinwände quer über die Wände der Ausstellungsräume, so dass die Leinwand selbst zum Mittel des Farbauftrags wird und sich dadurch abstrakte Wandmalereien von hoher grafischer Wirkkraft und eindrucksvoller Formenvielfalt ergeben. In Franz von Stucks neuem Malatelier aus dem Jahr 1914/15 fertigt Jackson über eine Länge von über zwölf Metern ein neues »Wall Painting«, das nach Ende der Ausstellung wieder zerstört wird.

Der unkontrollierte Farbauftrag, den Jackson in einigen seiner Werke anwendet, kann auf Edward Kienholz' »Broom Paintings« der 1950er Jahre zurückgeführt werden, während seine Vorliebe für pastose Oberflächen an Arbeiten von Wayne Thiebaud erinnert, insbesondere an dessen Gemälde von Süßspeisen, Kuchen und Keksen. Beide Künstler übten einen bedeutenden und nachhaltigen Einfluss auf Jackson aus.