Start > Ausstellungen > Heinrich Kley. Ein Meister der Zeichenfeder im Kontext seiner Zeit - 17. Februar bis 1. Mai 2011

Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr

Ausgezeichnet? Bemerkungen zum Stand der Karikatur

mit: Dieter Hanitzsch, Rudi Hurzlmeier, Marcus Weimer, Moderation: Christian Ude


Dieter Hanitzsch / © D. Rehm

Rudi Hurzlmeier

Marcus Weimer

Ist die Karikatur heute noch von öffentlicher Bedeutung? Wo liegt die Zukunft dieses Mediums in Zeiten der Überlebenskämpfe von Tageszeitungen und wen erreichen die Karikaturisten heute noch mit ihren spitzen Federn?

Gerade München war federführend beim Aufschwung, den Karikatur und Satire in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg nahmen. 1896 wurde hier von Albert Langen und Thomas Theodor Heine der »Simplicissimus« gegründet. 1897 erschien die Auflage in 15.000, 1904 bereits in 85.000 Exemplaren. Den große Erfolg verdankte die politisch-satirische Wochenzeitschrift einer unnachahmlichen Mischung aus politischer Aktualität, geistvoller Angriffslust und künstlerischer Qualität. Bis 1914 war das Münchner Blatt im Zeichen der roten Bulldogge ein Sturmgeschütz der demokratischen Aufklärung gegen Kaiser, Klerus und Korruption, gegen Obrigkeit und Preußentum. Es gilt noch immer als das Non plus ultra der Karikatur in Deutschland. Künstler wie Arnold, Gulbransson, Eduard Thöny und nicht zuletzt Heinrich Kley prägten von hier aus die gesellschaftskritische Satire bis weit in das 20. Jahrhundert.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verlieren nicht nur die Zeitungen an Boden, sondern, so scheint es, auch die Karikatur. Die Ausstellung über das Werk von Heinrich Kley im Museum Villa Stuck ist Anlass für die Frage nach dem Stand der Karikatur heute. Nicht nur aus historischen Gründen hat dies für München oberste Priorität: Mit Oberbürgermeister Christian Ude diskutieren die in München lebenden Karikaturisten Dieter Hanitzsch (geb. 1933) und Rudi Hurzlmeier (geb. 1952) sowie Marcus Weimer (geb. 1963 in München), der als ein Teil des Duos Rattelschneck in Berlin lebt und arbeitet.

In Zusammenarbeit mit Bayern 2. Karten an der Museumskasse.
Die Ausstellung ist bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.
Eintritt € 8,00 / € 4,00