Das Philosophische Foyer

Mit Paulus Kaufmann

Gesprächsreihe, moderiert von Dr. Paulus Kaufmann, Eintritt frei

Thema: "Entzauberung"

Max Weber charakterisiert den Weg in die Moderne als „Entzauberung der Welt“. Tatsächlich haben viele Menschen das Gefühl, dass durch die voranschreitende Technik, Wissenschaft und Säkularisierung – aller Vorzüge ungeachtet – auch etwas verloren geht. Was hier verloren geht, wird unterschiedlich benannt: Sinn, Gemeinschaft, Geheimnisse, Wunder oder Spiritualität. Empfinden wir das auch so? Erleben wir in unserem Leben oder der Gesellschaft als Ganzer eine Entzauberung? Wie bewerten wir diese Entwicklung? Möchten wir daran etwas ändern? Ist eine Wiederverzauberung in unseren Augen möglich – und wünschenswert? Über diese Fragen wollen wir uns im Philosophischen Foyer austauschen, um so die Zeiten, in denen wir leben, besser zu verstehen.

Foto: Jörg Koopmann

PHILOSOPHISCHES FOYER: Wir müssen reden!

Kontroverse Gespräche, anregender Austausch und bewusstes Nachdenken mit Zwischenrufen, Fragen, Übereinkünften und Widersprüchen – dazu bietet das Philosophische Foyer die Gelegenheit.
Im Rahmen der Abendöffnung von Friday Late moderiert der Philosoph Paulus Kaufmann die Diskussion über philosophische Themen, die zeitlos und lebensnah sind. 
Dabei geht es nicht um die Vermittlung von Wissen über die Philosophiegeschichte oder um den bloßen Nachvollzug zeitgenössischer akademischer Debatten, sondern um die eigene und zugleich gemeinsame Reflexion. Bewusst wollen wir die »großen Philosophen« ausblenden und nach unserem eigenen Standpunkt suchen – offen für Widerspruch und Zweifel. Wir treten einen Schritt zurück und fragen uns, was wir denn eigentlich meinen, wenn wir von Spießern, Empörung oder Einsamkeit sprechen. Wir nehmen uns Zeit zum Nachdenken; einem Nachdenken mit offenem Ende, in Gemeinschaft mit anderen.

Das Philosophische Foyer lädt dazu ein, sich mit sich selbst und mit gesellschaftlichen Fragen, Konventionen und Denkmustern auseinanderzusetzen und will vor allem eins: Dass Menschen miteinander im Gespräch bleiben. Am Ende mag dann eine interessante neue Antwort stehen, immer jedoch ist unser Denken am Ende klarer und reflektierter.