Dass Religion in der westlichen Moderne eine immer geringere Rolle spielt, scheint ein fixer Befund zu sein. Doch hat der Mensch nicht immer noch ein Bedürfnis nach Transzendenz? Gibt es ein spirituelles Vakuum? Was verlieren wir und was gewinnen wir, wenn wir "religiös unmusikalisch" leben?
Derzeit ist oft von der Spaltung der Gesellschaft zu hören, aber was hat es damit auf sich? Das Politische Foyer bietet Raum für Gespräche mit Menschen unterschiedlichster Überzeugungen und ermöglicht so einen konstruktiven Austausch, bei dem auch Argumente nachvollziehbar werden, die einem bisher verschlossen waren.
Die Historikerin und Schriftstellerin Dana von Suffrin moderiert die Diskussion zum Thema Religion, in der Detlef Pollack, reiner Maria Schießler und Yona-Dvir Shalem ihre Perspektiven präsentieren. Anschließend öffnet sich die Debatte für das Publikum.
Detlef Pollack ist ein deutscher Religions- und Kultursoziologe. Er forscht unter anderem über das Verhältnis von Religion und Moderne, über die Geschichte der DDR und über politische Kultur. Seit August 2022 ist er Seniorprofessor am Institut für Soziologie an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Er zählt zu den wichtigen Vertretern der empirischen Religionssoziologie im deutschsprachigen Raum.
Reiner Maria Schießler ist ein deutscher katholischer Priester und Autor. Seit 1993 ist er Pfarrer der Pfarrei St. Maximilian in München. Bekannt wurde er überregional durch seine unkonventionelle Seelsorge. Während einer Auszeit 2016 arbeitete er mehrere Monate als Aushilfe in einer Gaststätte auf St. Pauli. Seine Arbeit steht für eine lebensnahe, offene Vermittlung des katholischen Glaubens.
Yona-Dvir Shalem ist Theologe und Dichter mit einem Schwerpunkt auf biblischer Theologie und Hermeneutik. In seiner Forschung beschäftigt er sich insbesondere mit der theologischen Bedeutung von Verrat in biblischen Texten sowie mit Fragen der Übersetzung und Interpretation im Judentum, Christentum und Islam. Er promoviert derzeit zu diesen Themen.
