Alice Rekab – MehrfamilienhausRICOCHET #14 -

Alice Rekab, Isatu at Rest, 2021, Digitale Zeichnung, Collage und Familienfoto, 107,5 × 151 cm. Courtesy of the artist. Foto: © Alice Rekab

Mit freundlicher Unterstützung von Culture Ireland

Das Museum VILLA STUCK zeigt Alice Rekabs erste museale Einzelausstellung. Sie*er erforscht kulturelle und persönliche Erzählungen – Geschichten, die über uns und von uns selbst erzählt werden. Die eigene irisch-sierra-leonische Identität bildet dabei den Ausgangspunkt, um über Lebenswirklichkeiten, Erfahrungen des Erwachsenwerdens und Familiengeschichte/n nachzudenken. Wie gestaltet sich die eigene Zugehörigkeit? Durch die Prismen von Körper, Familie und Nationalstaat werden Freuden wie Traumata des eigenen Daseins betrachtet.

In der Ausstellung der Reihe RICOCHET sind bestehende und neue Werke zu sehen. Letztere entstanden während der Residency AIR-M im Künstler*innenhaus der Villa Waldberta 2021 sowie während der Residency Peripheral Alliances des Kunstverein München 2022. Rekab erforscht mimetische, amateurhafte und regionale Methoden kultureller Produktion und entwickelt so eine hybridisierte Bildsprache. Die Werke sind medienübergreifend und umfassen Collage, Film, Installation, Skulptur und Text.

Alice Rekab, Im Atelier, Residency Peripheral Alliances, Kunstverein München, 2022. Commissioned by Museum Villa Stuck, München. Courtesy of the artist © Alice Rekab. Foto: © Alice Rekab
Alice Rekab, Im Atelier, Residency AIR-M, München, 2022. Commissioned by Museum Villa Stuck, München. Courtesy of the artist. © Alice Rekab. Foto: © Nikolaus Steglich
Alice Rekab, Basement Apparition, 2022, Digitale Collage und Fotografie, 107,5 × 151 cm. Commissioned by Museum Villa Stuck, München. Courtesy of the artist. Foto: © Alice Rekab
Alice Rekab, Im Kunstdepot des Museums Villa Stuck, 2021. Commissioned by Museum Villa Stuck, München. Courtesy of the artist. © Alice Rekab. Foto: © Sabine Schmid
Alice Rekab, Samir My Father, in the Old Studio, 2022, Digitale Zeichnung, Collage, Familienfoto und historische Aufnahmen des Museums Villa Stuck, 107,5 × 151 cm. Commissioned by Museum Villa Stuck, München. Courtesy of the artist. Foto: © Alice Rekab

Durch die Präsentation dieser Arbeiten im Museum VILLA STUCK führt Rekab Verbindungen und Konfrontationen zwischen generationenübergreifenden Erfahrungen von Ethnien, Orten und Zugehörigkeit zusammen mit den Wohn-/Orten der Residencys und mit der Villa Franz von Stucks sowie deren ehemaligen Bewohner*innen. So beziehen die ortsspezifischen Installationen Materialien und Möbel der jeweiligen Orte ein, die Rekab während der Aufenthalte in München begegneten. Als „ortsspezifisch“ begreift Rekab auch die Wirkung, die sich entfaltet, wenn Objekte mit den ihnen eingeschriebenen Geschichten in Räume gebracht werden, die ihre eigenen Geschichten in sich tragen. Das, was zusammengeführt wird, passt nicht immer zusammen. Es entstehen Spannungen, die zu Unbehagen führen können.

Über die Ausstellung

In Rekabs Praxis begegnen sich persönliche und kulturelle Narrative (im Speziellen auch in Textarbeiten, die in dem Buch zur Ausstellung abgedruckt sind), mit denen eine persönliche  Geschichte erzählt und zugleich eine Verbindung zum eigenen kulturellen Erbe geschaffen wird. Rekab hinterfragt jene Klarheit und vollkommene Schilderung von Erinnerung, die das  kulturelle Gedächtnis lange Zeit von sich behauptete. Stets begegnen sich neue Versionen der persönlichen Geschichte oder jene der Vorfahren. Mit jeder Erzählung konstruiert Alice Rekab sich selbst aufs Neue, je nachdem, wer das Gegenüber ist und welche Teile der Familien-/Geschichte preisgegeben werden und was in einem bestimmten Raum willkommen ist. Besonders das Schreiben begreift Rekab als experimentelle Praxis, um affirmativ die eigene Geschichte zu re-/konstruieren und persönliche und kulturelle Narrative zusammenzuführen.

Das Konzept der Familienlinien mit Blick auf unterschiedliche kulturelle Herkünfte spielt eine wichtige Rolle. In den jüngeren Arbeiten konzentriert sich Rekab auf weniger bekannte Erzählungen über Frauen in der Familie und hebt dabei jene Personen hervor, denen in ihrem Leben meist wenig Respekt und Anerkennung zuteilwurde, auch in Hinsicht auf den intersektionalen Kontext von Ethnie, Klasse und Geschlecht. Im Speziellen rückt die Großmutter väterlicherseits, Isatu Kallokoh, eine Schwarze Frau aus dem ländlichen Sierra Leone, in den Vordergrund. 

Häufig handeln Rekabs Werke von den Erfahrungen als Kind eines Künstler*innenpaares und einer interethnischen Ehe. Die Ausstellung im Museum VILLA STUCK schildert die beziehungsreiche Geschichte mehrerer Familien. Rekab stellt die eigene Geschichte, die weder von Reichtum noch von Ruhm handelt, sondern die Geschichte einer Künstler*innenpersönlichkeit ist, die im Leben nach Anerkennung strebt, in den glanzvollen Kontext der Villa Stuck. Es wird gefragt, wer (und was) in unserer Geschichte wertgeschätzt und in Erinnerung behalten wird. Auch wird so darauf verwiesen, dass die meisten Künstler*innen im Privaten tätig sind und keinen hohen Bekanntheitsgrad erlangen.

Der Titel der Ausstellung – „Mehrfamilienhaus“ – begegnete Rekab erstmals, als der Vater mehrere Jahre in Deutschland lebte und die Vorstellung formulierte, dass die ganze, getrenntlebende Familie in einem Haus wohnt. Der Titel lässt sich mit seiner Zusammensetzung aus drei Wörtern nicht so einfach ins Englische übersetzen und lediglich mit „a home to more than one family“ umschreiben. Rekab überträgt die Idee, drei Wörter zusammenzusetzen, um im Blick auf das eigene Werk eine neue Bedeutung zu schaffen: Rekab führt Kulturen, Narrative und Materialien zusammen, die dem eigenen Körper, der Kunst wie auch der Geschichte der Häuser selbst innenwohnen, die während der Aufenthalte in München bedeutend waren: das Museum VILLA STUCK und die beiden Orte der Residencys, d.h. die Villa Waldberta und das Haus am Billerberg.

Rekab bezieht in die ortsspezifischen Arbeiten Materialien und Möbel der verschiedenen Häuser mit ein. Alte Holzplatten aus der Werkstatt des Museums VILLA STUCK werden zu Malgründen, ebenso ein altes Bett aus dem Haus am Billerberg. Ein aus der Villa Wald-berta entliehenes Möbelstück hat sich Rekab mittels Formen in Ton angeeignet.

Jenseits eines ökologischen und wirtschaftlichen Nutzens dieser Methode interessiert Rekab, dass durch die Verwendung dieser Materialien Verbindungen zwischen ver-schiedenen Orten entstehen. „Fremde“ Objekte werden in einen neuen Kontext gestellt. Denn mit dem Begriff ortsspezifisch meint Rekab auch die Wirkung, die sich entfaltet, wenn Objekte mit ihren eigenen Geschichten, die sie in sich bergen, in Räume gebracht werden, die selbst eine eigene Erzählung innehaben. Formal wie auch konzeptuell entstehen Spannungsverhältnisse. Rekab bildet so exemplarisch die Erfahrung multi-ethnischer Personen ab. Was Rekab zusammenführt, passt nicht immer zusammen, fügt sich nicht immer harmonisch ein, muss aber trotzdem von einem einzelnen Körper getragen oder gehalten werden. Die durch eine Abweichung von Sehgewohnheiten hervorgerufenen Störungen und Spannungen sind beabsichtigt und zielen darauf ab, die Erwartungen an Komfort, Akzeptanz und Geschmack im Museumsraum in Frage zu stellen.

Für das Buch zur Ausstellung erstellt Rekab zahlreiche Collagen, die neben eigens verfassten Texten stehen. Einige dieser Collagen sind auch in der Ausstellung zu sehen. In diesen führt Rekab digitale Zeichnungen und Fragmente gefundener Bilder mit Bildern von vertrauten Personen, meist Familienmitglieder, zusammen. Zu diesen Familienfotos zählen zum Beispiel eine Aufnahme des Vaters als junger Mann in seinem Atelier mit einem Prisma in der Hand sowie ein Selbstporträt der Mutter, das sie von sich malte, 
als sie mit Rekab schwanger war. Beides sind private Bilder und Erinnerungsstücke, die Rekab seit Langem begleiten. (Das Gemälde der Mutter ist auch in der Ausstellung zu sehen.) Zudem arbeitet Rekab mit historischen Aufnahmen der VILLA STUCK und mit Fotografien, die Restaurierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen bis 2005 dokumen-tieren. Rekab erschafft neue Räume und Zeiten und macht es möglich, Personen und Objekte zusammenzuführen, – was analoge Zeit und konventionelle Räume nicht zulas-sen. Rekab wendet verschiedene Techniken im Wechsel an, um die Collagen zu erstellen: ausgedruckte Bilder werden zerschnitten und montiert, gescannt sowie digital über-arbeitet und mit digitalen Zeichnungen versehen, dann wieder ausgedruckt, zerschnitten und neu überarbeitet. So generiert Rekab eigenes Material für neue Bedeutungszusam-menhänge.

Rekabs Wahl der Materialien ist instinktiv und ökonomisch. Die Idee entscheidet über das Material, so gibt es neben gefundenen Materialien bzw. Möbeln und Collagen auch Videoarbeiten, etwa mit dem Mobiltelefon gefilmt. Im Rahmen der Residencys bei München beschäftigte Rekab sich intensiv mit dem Material Ton und experimentierte mit verschiedenen Tonarten, deren Textur und Farbe sich während des Brennvorgangs verändern. Dies setzt Rekab in Beziehung zu den eigenen Gedanken zu Ethnie und Hautfarbe. Rekab beschreibt Ton als eine Erweiterung des Körpers, bezeichnet ihn als „ein Gefäß für Erinnerungen“, das Körper, Erde und Zeit zusammenhält. Ton besteht aus verschiedenen Materien, aus pflanzlichen, mineralischen und häufig auch tierischen Überresten und kompostiert in gewisser Weise Geschichte, Leben und Umwelt – was Rekab wiederum wichtig erscheint in Bezug auf Gedächtnis und Geschichte. Ton hat für Rekabs Praxis eine so wichtige Bedeutung, da er ein historisches Gefäß darstellt, das sich neu formen lässt – ebenso wie sich Geschichte neu erzählen lässt.

Viele der Tonskulpturen sind Wesen, die Mischformen annehmen. Ob Tier oder Mensch, Fell oder Haar, männlich und/oder weiblich, bleibt im Unklaren. Sie kommen aus Rekabs Innerem, repräsentieren zunächst ein Gefühl und werden dann einer Rationalisierung unterzogen. Dies ist mit dem Konzept der Traumdeutung vergleichbar. Immer wieder sind Reptilien und Schlangen zu sehen. Vor allem letztere interessieren Rekab aufgrund ihrer historischen und auch symbolischen Bedeutung. Sie werden vielseitig interpretiert: als Kreaturen, die verführen, die Leid verursachen, die Kaltblüter sind, denen Misstrauen entgegengebracht wird, die von medizinischem Wissen durchdrungen sind, die verehrt oder angebetet werden – sie sind vielseitig und zugleich nicht wirklich greifbar. Dass Schlangen ihre Haut abstoßen und sich häuten müssen, um zu wachsen, wird für Rekab zu einer Metapher und lässt sie zu einer anthropomorphen Darstellung der eigenen Person werden.

Ein weiteres zentrales Motiv, das in Ton, aber auch in Collagen wiederkehrt, sind Nomoli-Figuren. Der sierra-leonischen Mythologie zufolge werden die historischen Artefakte im Verborgenen durch die Erde selbst als Abbilder von Gottheiten geschaffen. Finder*innen werden mit Reichtum belohnt. Im Erdboden verbleibend, machen sie diesen fruchtbar. Sie können also entweder vergraben werden, um die Ernteerträge zu steigern, oder zu Hause aufbewahrt werden, um zu ihnen als Vermittler*innen zu Ahnen und Göttern zu sprechen. Die Vorstellung, dass eine Skulptur – neben ihrer ästhetischen Kraft und Geschichte – einen Zweck im spirituellen Sinne erfüllt, machen Nomoli für Rekab bedeutsam.

Auch Spiegel bilden einen wichtigen Bestandteil in Rekabs Werk. Im Alten Atelier des Museums VILLA STUCK findet sich eine Installation mit zahlreichen Spiegeln und in das Werk im ehemaligen Badezimmer ist ebenfalls ein Spiegel integriert. Die spiegelnden Flächen stehen sowohl für eine kritische Selbstreflexion im häuslichen Umfeld und eine Auseinandersetzung mit Identität, als auch für die eher magische Vorstellung von einem Portal oder Tor, durch das wir uns schreiten sehen. Wie auch die gefundenen Gegenstände und Möbel, die Rekab sich aneignet, spielen die verwendeten Spiegel auf die häusliche Sphäre an und reizen mitunter die Grenzen zwischen Mobiliar und Kunst aus. Mit der Grammatik von Alltagsgegenständen drückt Rekab ihre Gedanken aus. 

In Rekabs Vorstellung keimt Identität im Körper, weitet sich auf das Zuhause aus und schließlich auf die Nation. Rekab denkt darüber nach, wie Körper, Knochen, Haut oder auch unsere Hände, Münder und Füße als Infrastruktur zusammenhängen, und darüber, wie sich dieser Gedanke ausweiten lässt auf die Infrastruktur eines Hauses: Mobiliar, Haushaltsgeräte, Krimskrams bis hin zur Infrastruktur der „Nation“ und deren Kultureinrichtungen. Rekabs Werke zielen darauf ab, diese Aspekte zusammenzuführen und zu verbinden, aber auch darauf, sie aufzumischen, um sie dann voneinander zu lösen und die Vorstellung von bildender und materieller Kunst zu durchbrechen.

Künstler*innenbiografie

Alice Rekab lebt und arbeitet in Dublin und studierte am National College of Art and Design, Dublin (BA 2008), am Goldsmiths College, London (MA 2010), und an der Kingston School of Art, London (PhD 2018). Einzelausstellungen in der Douglas Hyde Gallery, Dublin (2021–22), und Temple Bar Gallery, Dublin (2021), sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen (Galway Arts Centre, Catalyst Arts Centre, Belfast, Temple Bar Gallery+Studios, Dublin, VERY Project Space, Berlin, Whitechapel Gallery, London, Tate Liverpool, Stanley Picker Gallery, London, Frieze Art Fair, London). Rekab erhielt den Culture Ireland Award (2023, 2022), The Arts Council Ireland Visual Arts Bursary Award (2022, 2020), The Arts Council Ireland Visual Arts Project Award (2021) und Temple Bar Gallery Artist Studio Award (2019–2020, 2020–2023). Werke sind in folgenden Sammlungen vertreten: Trinity College Dublin Collection, The Cathal Ryan Trust, Irish Museum of Modern Art Collection, Dublin und The Arts Council Ireland Collection.

Publikation zur Ausstellung

Begleitend zur Ausstellung erscheint Rekabs erste monografische Publikation bei DISTANZ Verlag auf Deutsch und Englisch; gestaltet von Nicola Reiter, mit Beiträgen von Alice Rekab, Anne-Françoise Schmid, Cairo Clarke und Isabelle Sully sowie einem Gespräch zwischen Alice Rekab und Sabine Schmid. Das Buch mit zahlreichen Abbildungen, darunter Installationsfotografien, erscheint voraussichtlich Ende März und wird für 30 Euro an der Museumskasse erhältlich sein.

Ricochet

Die Reihe RICOCHET präsentiert in der Künstlervilla des Malerfürsten Franz von Stuck seit 2010 aktuelle Positionen, die politische und gesellschaftliche Fragestellungen einer ästhetischen Transformation unterziehen. Dabei steht der experimentelle und intervenierende Charakter im Vordergrund. Durch eine Variation der Formate, ob Ausstellung, Buch oder Veranstaltung, und die Vielfalt der Kuratoren*innenschaft, ob einzelne Personen oder Kollektive, verlassen die Beiträge tradierte Wege des klassischen Kunstausstellens und bringen die verschiedenen Räumlichkeiten der Villa in ihrer historischen und gegenwärtigen Dimension zum Schwingen. Radikal zeitgenössisch RICOCHET interveniert, prallt auf, hinterlässt Spuren – auch innerhalb des Ausstellungsprogramms der Villa Stuck – und legt neue Perspektiven und Positionen offen.

Projekte der Reihe

#14
Alice Rekab – Mehrfamilienhaus

16. Februar – 14. Mai 2023
Kuratiert von Sabine Schmid 

#13
Martin Heindel. Räume

21. November 2019 – 5. April 2020
Kuratiert von Anne Marr

#12
Christian Hartard. Less Work for Mother

16. Juni – 16. September 2018
Kuratiert von Verena Hein

#11
Hisako Inoue. Die Bibliothek der Gerüche

7. Oktober 2017 – 14. Januar 2018
Kuratiert von Anne Marr

#10
Amie Siegel. Double Negative

12. März bis 5. Juni 2016    
Kuratiert von Yara Sonseca Mas

#9
Cyrill Lachauer. Full Service

15. Januar – 15. März 2015
Kuratiert von Anna Schneider

#8
Jan Paul Evers

16. Januar – 23. März 2014
Kuratiert von Sabine Schmid

#7
Anna Barriball

4. Juli – 6. Oktober 2013
Kuratiert von Verena Hein

#6
Martin Brand

26. April – 7. Juli 2013
Kuratiert von Anne Marr

#5
Martin Mayer und Quirin Empl

8. Juli 2011
Kuratiert von Sabine Schmid

#4
Ahmet Öğüt. Wherever I go I see your shadow behind me

11. November 2010 – 23. Januar 2011
Kuratiert von Verena Hein

#3
Hito Steyerl

22. Juli – 26. September 2010
Kuratiert von Michael Buhrs

#2
Samantha Dietmar. ÜBER VIELES. UND NICHTS

22. April – 27. Juni 2010
Kuratiert von Sabine Schmid

#1
Cris Koch. 343 m/s

14. Januar – 14. März 2010
Kuratiert von Anne Marr