
Mit MATER präsentiert das Museum Villa Stuck die zweite Intervention des Künstlers Gonzalo Borondo im Haus. Die immersive und interdisziplinäre Ausstellung bewegt sich zwischen Installation, Klangraum und begehbarer Bildmaschine. Im Zentrum steht die Kunst als Brücke zwischen dem Greifbaren und dem Symbolischen. Borondo nutzt spirituelle Bildwelten als Metaphern für existenzielle und persönliche Erfahrungen. Die Ausstellung entfaltet sich wie eine monumentale Oper und überschreitet gemeinsam mit der Dichterin Ángela Segovia und dem Musiker Niño de Elche die Grenzen traditioneller Kunstgattungen.
Der Ausstellungsparcours im Museum Villa Stuck vereint klassische Märchen, antike Mythologie, barocke Ikonografie und elektronische Musik. Alice hinter den Spiegeln begegnet Pygmalion, Frankenstein trifft auf die Passion Christi, industrielle Objekte stehen neben sakralen Symbolen. Mit Spiegelräumen, Automaten, Klangobjekten, Lichtprojektionen, einem monumentalen Zootrop und einem gläsernen Labyrinth erschafft Borondo eine Welt, in der Verwandlung, Wahrnehmung und die Lebendigkeit der Materie erfahrbar werden.
Gonzalo Borondo (*1989 in Valladolid, Spanien) lebt und arbeitet zwischen Spanien und Italien. International bekannt wurde er durch monumentale Wandarbeiten, Installationen und Mixed-Media-Projekte, in denen er visuelle Räume schafft, die sich in einem ständigen Zustand der Transformation zu befinden scheinen. Seine multidisziplinäre Praxis untersucht die traditionellen Grenzen der Kunst. Arbeiten von Borondo wurden unter anderem im UN Museum, im MACRO in Rom, im Museo de Arte Contemporáneo Esteban Vicente sowie schon im Jahr 2025 an der Fassade der Villa Stuck gezeigt. Seit 2023 ist Borondo Vollmitglied der Royal Academy of History and Art of San Quirce; 2025 war er Artist-in-Residence der Stadt München in der Villa Waldberta.
