
Der Künstler Philipp Messner beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit komplexen Fragen der Wahrnehmung: Wo verlaufen die Grenzen zwischen Kunst und Natur? Wie entstehen Eindrücke von Künstlichkeit oder Natürlichkeit? Wie verändern digitale Erfahrungen die Beziehung zwischen Objekt, Betrachter:in und Raum? Und wie formt dieser Wandel unsere analoge Realität?
Seine Skulpturen und Papierarbeiten arrangiert er zu vielschichtigen Rauminstallationen und erschafft so surreal wirkende Landschaften, durch die sich die Ausstellungsbesucher*innen wie durch eine Art Parcour bewegen.
Er arbeitet dabei mit höchst heterogenen Materialien – schimmernden Aluminiumtafeln, organisch mäandernden silbrigen Schläuchen, mit Farbe getränkten Marmorplatten und Aquarellen. Auch seine Anregungen stammen aus ganz unterschiedlichen Quellen, etwa der Arte Povera, oder auch aus seiner Herkunftsregion, den Dolomiten. Seine Skulpturen entstehen in einem Spannungsfeld paradoxer konzeptueller Ideen und reagieren auf die Architektur des Atelierbaus der Villa Stuck; besonders die speziell für diesen Ort geschaffene Installation - ein „Haus im Haus“ in der Künstlervilla Franz von Stucks.
Die Rathausgalerie München präsentiert diese Einzelausstellung Philipp Messners in Kooperation mit dem Museum Villa Stuck. (Die Rathausgalerie steht wegen einer Sanierungsmaßnahme im Jahr 2026 nicht zur Verfügung.)
Philipp Messner (*1975) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts (ENSBA) in Paris. Seine Werke befinden sich in vielen öffentlichen Sammlungen, u.a. im Museion in Bozen, dem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Warschau, sowie in der ERES Foundation und in der Pinakothek der Moderne in München. Philipp Messner erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Er lebt und arbeitet in München und Berlin.
