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Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

21. November 2019 – 16. Februar 2020

RICOCHET #13. Martin Heindel. ______räume______

Halblicht. Kein Raum. Eine biomorphe Höhle. Ein Motiv aus einem Alien-Film. Oder der Darmtrakt eines Ungeheuers. Die Dreiteilung in Boden, Wand, Decke ist aufgehoben. Das Geräusch einer riesigen, steinernen Kugel, die den Raum umkreist, kommt mit jeder Umdrehung näher, droht uns zu zerquetschen, um sich dann wieder zu entfernen. Eine Perpetuum-Mobile-Musik webt die Kugel in ihr haarfeines Netz – und eine leise, mehrsprachige Meditation hüllt uns ein: Es sind Bilder.

Bilder wie dieses: Eine reglose Wasserfläche erstreckt sich bis zum Horizont, spiegelt den niedrig stehenden Himmel: Eine flache, weite Welt aus weiß und blau. Obwohl du den Grund nicht sehen kannst, weißt du, dass das Wasser sehr flach ist, knöcheltief. Wunderlicher aber als diese aus der Luft gegriffene Gewissheit, ist die weiße Tür, die in einiger Entfernung etwa
zehn Zentimeter über der Wasseroberfläche in der Luft schwebt. Die Tür steht einen Spalt breit offen, gerade so weit, dass sich ein anderer Raum dahinter erahnen lässt.

Oder das ... Du warst mit einem mal da in diesem Raum. Du hast dich nicht bewegt. Wie ein Gegenstand in einer Schublade, die in einen Schrank hineingeschoben wird, hast du offenbar eine Reise von einem Ort zu einem anderen gemacht ohne dich zu bewegen. Aber wenn du dich ganz stark konzentrierst, spürst du die Reibung der einander durchdringenden und sich überlagernden Räume.