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Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

Maya Schweizer     Stimmen

Voices and Shells, 2020

Das Museum Villa Stuck zeigt eine Auswahl von zehn Filmen der letzten 14 Jahre sowie eine für die Ausstellung neu produzierte Arbeit, Voices and Shells (2020), für die Schweizer wiederholt in München drehte. Sie selbst hält dazu fest: »Von der Kanalisation aus – dem Inneren dieser Stadt – versuche ich mir eine Erinnerung an nicht-gesehene Bilder vorzustellen«. Auch hier verquickt sie in Bild und Ton ihre eigenen Aufnahmen (aus München) mit angeeignetem Material. Zu Beginn recherchierte sie von der Kanalisation aus – dem Inneren der Stadt –, um einen Anhaltspunkt zu bekommen und sich eine Erinnerung an nicht-gesehene Bilder vorzustellen. Bei ihrem zweiten Aufenthalt in München richtete sie den Blick auf Außenansichten von Gebäuden, die in der Zeit des Nationalsozialismus gebaut oder umgewidmet wurden. Der Film navigiert zwischen diesen abstrahiert gefilmten Fassaden und dem mitunter surrealistisch und träumerisch konnotierten Untergrund der Stadt – diese Bilder schaffen zusammen mit Found Footage eine Spannung, einen Kontaktraum für einen Blick von innen heraus und einen Blick von außen. Das Motiv der Treppe wird im Film zum metaphorischen Moment und kinematografischen Objekt, das die verschiedenen Ebenen dieser Räume wie auch der des Bewusstseins und des Wissens verbinden kann. Begleitet werden diese Ebenen von Stimmen, die manchmal durch immaterielle Wände zu dringen scheinen – immateriell wie Geschichte selbst.