14.3. – 19.4.2020
#STUCKATHOME

Seit Samstag, den 14. März 2020, ist das Museum Villa Stuck wie auch die anderen städtischen Museen und Kunsträume sowie das NS-Dokumentationszentrum in München geschlossen. Damit leisten die städtischen Kultureinrichtungen, die Treffpunkte zahlreicher Menschen sind, ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Verbreitung. Die Schließungen gelten vorerst bis 19. April.

Bereits gebuchte Führungen oder Veranstaltungen werden storniert und die Teilnahmegebühren zurückerstattet. Bitte wenden Sie sich vorrangig telefonisch oder per Mail an die Stellen, bei denen Sie Ihre Buchung getätigt haben.

Dennoch soll das Museum weiterhin als öffentlicher Raum erlebbar bleiben. Gleichzeitig übernimmt das Museum Villa Stuck Verantwortung für die Künstler*innen und Partner*innen, die hier in den kommenden Wochen einen Beitrag zum Programm des Museums hätten leisten sollen. Hierfür bietet das Museum Villa Stuck unter dem #STUCKATHOME eine digitale Bühne auf den diversen sozialen Kanälen. Anspruch ist dabei schnell, unkompliziert und kontinuierlich über das Geschehen im Museum zu berichten, insbesondere über das, was bedingt durch die Schließung nicht mehr stattfinden kann, Führungen, Konzerte, Künstler*innengespräche und vieles andere mehr.

Bitte informieren Sie sich hier auf der Website des Museums und auf den folgenden Kanälen über die verschiedenen Onlineformate, die wir Ihnen in diesen Tagen anbieten: www.villastuck-blog.de, www.facebook.com/villastuck, www.instagram.com/villastuck, www.twitter.com/villastuck

Filme und Videos zu den Historischen Räumen, den Wechselausstellungen und weiteren Angeboten finden Sie unter: www.youtube.com/museumvillastuck, www.vimeo.com/museumvillastuck

Jetzt online: Die demokratische Schnecke. Ein großes Märchen

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Museum Villa Stuck Museum Villa Stuck

5. März – 7. Juni 2020

SHE WANTS TO GO TO HER BEDROOM BUT SHE CAN‘T BE BOTHERED

30 Jahre Schmuck von Lisa Walker

Das Museum VILLA STUCK präsentiert eine umfassende Werkschau von Lisa Walker, geboren 1967 in Wellington, Neuseeland. Sie gilt als eine der einflussreichsten zeitgenössischen Schmuckmacherinnen. Walker verwandelt alltägliche Objekte in Schmuck und untersucht dabei auch grundlegende Fragen der Bedeutung von Schmuck und seiner Verbindungen zum zeitgenössischen Leben, zur Kunst und zur Gesellschaft.

Zu sehen sind annähernd 250 Arbeiten von Lisa Walker aus drei Jahrzehnten. Ergänzt werden die Objekte durch zehn Fotografien, die den Schmuck von Lisa Walker mit seinen Träger*innen zeigen. Die Ausstellung ist in drei Kapitel unterteilt:

Dunedin, 1988 – 89 | Auckland, 1992 – 1995
Lisa Walker hat von Beginn an hinterfragt, was Schmuck bedeuten und sein kann. Als Studentin in Dunedin, Neuseeland, lernte sie in den späten 1980er-Jahren das Goldschmiedehandwerk bei Georg Beer, »ein unglaubliches Geschenk«, wie sie selbst sagt. Walker baute auf diesen Fähigkeiten auf und experimentierte mit ungewöhnlichen Materialien und Verfahren wie Wolle und Weben. Walker reiste in diesen Jahren oft ins Ausland und ließ sich schließlich 1992 in Auckland, nieder. Sie forschte weiter an neuen Techniken, ihr Schmuck entwickelte sich zu rohen, natürlichen Formen – oft inspiriert von Stränden und Wäldern.

München 1995–2009
Nachdem sie 1995 nach München gezogen war, schlug Walker mit ihrer Arbeit eine neue Richtung ein. Ihr sechsjähriges Studium bei Otto Künzli an der Akademie der Bildenden Künste München hat sie dazu inspiriert, alles, was sie in ihrer bisherigen Ausbildung gelernt hat, »zu verlernen«. Walker begann, Klebstoff, den »Schmuckbetrüger« als sichtbares Material zu verwenden und warf damit die Frage auf: »Warum sollten wir ihn verstecken?« Gleichzeitig führte sie ungewöhnliche – oft weggeworfene – Materialien in ihre Arbeiten ein, Stoff, Pappe genauso wie Staub und Schmutz vom Boden ihres Ateliers. Was ist Schönheit? Wie verhält sich Schmuck zu Populärkultur, Kunst und Leben? Das sind Fragen, die Walker in ihrer Arbeit untersucht.

Wellington, 2009-2020
Zurück in Neuseeland lotet Lisa Walker noch immer die Grenzen der zeitgenössischen Schmuckgestaltung aus. Sie lässt sich von lokalen ebenso wie von internationalen Einflüssen inspirieren, von Politik bis zu Comics. Lisa Walkers immerwährende Frage, »Wie weit kann ich mit dem gebrauchsfertigen oder zufällig gefundenen Objekt gehen?«, beantwortet sie selbst ganz direkt: »Alles ist Nahrung für Kunst.«

#LISAWALKERMVS